Grundbedürfnisse

Der unersetzliche Artgenosse: Warum Gesellschaft so wichtig ist

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Die arteigene Gesellschaft ist für jedes Kaninchen ein unerlässlicher Wohlfühlfaktor und lässt sich weder durch ein Meerschweinchen noch einen engagierten Besitzer oder ein vielseitiges Beschäftigungsangebot ersetzen. Ein Gruppentier in Isolation - d.h. ohne Artgenossen - zu halten, bedeutet, ihm kein erfülltes Leben zu ermöglichen.

Kein Kaninchen ist einzelgängerisch. Augenscheinlich unverträglichen Tieren liegen immer entweder Fehler in der Haltung, Zusammenführung oder aber der Interpretation ihres Verhaltens zugrunde. Dies gilt ganz besonders für erfolglose Vergesellschaftungsversuche, aus denen fälschlicherweise von vielen Haltern geschlussfolgert wird, ihr Kaninchen "wolle" oder "brauche" keine Gesellschaft.

Doch unter genauerer Betrachtung lassen sich derlei "Fehlschläge" leicht erklären (siehe "Unverträglichkeiten zwischen Kaninchen"). Wer über das entsprechende Hintergrundwissen verfügt und es anzuwenden weiß, wird auch ein scheinbar einzelgängerisches Kaninchen vergesellschaften und ihm damit einen Grundstein für ein glückliches Leben legen können.

Auch alte Kaninchen möchten ihren Lebensabend nicht ohne einen Artgenossen verbringen! Für ein altes, krankes, behindertes oder "letztes" Kaninchen ist der Mensch ebenso wenig ein Partnerersatz wie für jedes andere. Jedes einzelne Kaninchen kann und sollte schnellstmöglich wieder einen passenden Partner bekommen - sei es bei Ihnen oder, falls Sie die Kaninchenhaltung beenden möchten, in einem neuen Zuhause. Ein Tierfreund lässt sein Kaninchen nicht einsam sterben!

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