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Kaninchensitting zu Hause

Grundsätzlich tun Sie Ihren Kaninchen das Beste, wenn Sie sie in ihrem gewohnten Revier von einer Pflegevertretung versorgen lassen. Teilen Sie dem Pfleger unbedingt eine Nummer mit, unter welcher Sie erreichbar sind, sowie die Nummer Ihres Tierarztes. Außerdem empfiehlt sich die Adresse, Anfahrt und Telefonnummer der nächsten Klinik: Tierkliniken sind ganzjährig rund um die Uhr erreichbar, können also im Notfall auch nachts oder feiertags aufgesucht werden. Das Problem besteht meist in der mangelnden Spezialisierung auf Kleinsäuger / Heimtiere, da die meisten Kliniken rein auf Kleintiere (= Hunde und Katzen)  spezialisiert sind.

Die Kaninchen sollten nicht weniger als zweimal täglich mit frischem Heu und Grünfutter versorgt werden. Dies ist besonders bei extremen Temperaturen wichtig (im Hochsommer welkt das Futter schnell, im Winter gefriert es). Erklären Sie dem Pfleger genau, wann und wie gefüttert und saubergemacht werden muss. Unbedingt sollten Sie ihn auch darum bitten, die Kaninchen bei jedem Besuch gut zu beobachten: Wenn eines von ihnen plötzlich nicht mehr zum Fressen kommt, sich unnormal bewegt, apathisch wirkt oder verkrampft in der Ecke sitzt, ist ein dringender Tierarztbesuch fällig!

Der Tiersitter sollte Erfahrung mit Kaninchen haben und Alarmzeichen für Erkrankungen kennen. Er sollte außerdem dazu bereit sein, im Notfall Ihren gewohnten, spezialisierten Tierarzt aufzusuchen. Von großer Bedeutung sind weiterhin Kenntnisse im Bereich der Ernährung, da Grünfutter sich nicht länger als ein paar Tage hält und der Tiersitter somit für "Nachschub" verantwortlich ist. Er muss also darüber Bescheid wissen, welche Wiesenpflanzen, Küchenkräuter, Blattgemüsesorten und Zweige die Kaninchen üblicherweise bekommen. Auch sollte er eine gewisse Vorstellung über die Futtermengen bei einer Ad-libitum-Grünfütterung haben.

Oft finden sich andere Kaninchenbesitzer in der Nähe des eigenen Wohnorts, mit denen sich eine Urlaubstreuung auf Gegenseitigkeit vereinbaren lässt. In sozialen Netzwerken gibt es spezielle Gruppen, um eine Urlaubsbetreuung zu finden oder selber anzubieten.

Der Nachteil einer Betreuung in den eigenen vier Wänden besteht darin, dass die Kaninchen meist lange Zeit alleine sind. Dadurch werden akute Krankheitsanzeichen mitunter erst relativ spät und zu ungünstigen Uhrzeiten erkannt (z. B. spät abends, wenn der Haustierarzt bereits geschlossen hat). Viele Kaninchenbesitzer installieren nach Absprache mit dem Tiersitter eine Kamera, die mit einer Handy-App gekoppelt ist. Auf die Weise kann auch aus der Ferne immer wieder einmal ein Blick auf die Tiere geworfen werden.