Krankheiten und Verletzungen



Allgemeines

Geborgenheit durch Gesellschaft

Bei tiergerechter Haltung und Versorgung werden Kaninchen selten krank – doch wenn sie es tun, geraten sie mitunter binnen kürzester Zeit in Lebensgefahr.

So können Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Verstopfung beim Kaninchen schnell lebensbedrohliche Komplikationen in Form von Aufgasungen bzw. Magenüberladungen nach sich ziehen.

Kaninchen, die das Futter verweigern, sind immer ein Notfall, da die Tiere wegen ihrer speziellen Verdauungsanatomie niemals fasten dürfen - anderenfalls drohen auch hier lebensgefährliche Aufgasungen.

Leichte Gleichgewichtsprobleme können der Vorbote eines akuten E.C.-Schubes sein, der bei zu spät einsetzender Behandlung mit schweren Folgeschäden verbunden sein kann.

Feuchtes Fell in der Mäulchengegend, langsames Fressen und Selektieren kleiner, weicher Futterbestandteile mögen harmlos wirken, können jedoch auf gravierende Zahn- und Kiefererkrankungen hindeuten.

Chronische Niereninsuffizienzen machen sich mitunter lange Zeit gar nicht bemerkbar - erst bei vielfach erhöhten Nierenwerten zeigt das betroffene Kaninchen unspezifische Symptome in Form von Apathie und Futterverweigerung. Die Gewebeschädigungen sind dann häufig schon weit fortgeschritten und nur eine sofortige intensive Infusionstherapie kann das Tier wieder stabilisieren.

Gelegentliches Aufkrümmen des Rückens oder Drücken des Bauches auf den Boden können Zeichen einer chronischen Blasenentzündung sein, die unbehandelt in die Nieren aufsteigen und dort schwere Schäden verursachen kann.

Schnelle Erschöpfung bereits nach geringfügiger körperlicher Anstrengung ist häufiges Symptom einer Herzerkrankung, die nur medikamentös in den Griff bekommen werden kann.

Wichtig sind also nicht nur gewisse prophylaktische Maßnahmen und ein wachsames Auge von Seiten des Besitzers, sondern auch sofortiges und richtiges Handeln, wenn erste Symptome auftreten.

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