Urlaubsbetreuung



Kaninchen in Pflege geben

Kaninchen in Pflege geben

So könnte ein Urlaubsgehege für Kaninchen aussehen.

Privatpersonen und Tierpensionen, bei denen die Kaninchen in Ihrer Abwesenheit tiergerecht untergebracht und ernährt werden, sind eine mögliche Alternative zur Versorgung der Tiere in ihrem gewohnten Revier. Hauptsache, die Kaninchen werden weder auf engen Raum “weggesperrt” noch durch eine Futterumstellung oder mangelndes Wissen von Seiten der Pflegeperson gefährdet.

Qualität: Vergewissern Sie sich im Voraus von der Qualität der Pflegestelle. Neben einer artgerechten Unterbringung und Ernährung spielt Hygiene eine wichtige Rolle. Gehege, Toiletten, Futter- und Trinkbehältnisse sollten leicht zu reinigen sein. Ihre Kaninchen sollten nicht in Kontakt mit fremden Artgenossen kommen - bereits durch einen Gitter-an-Gitter-Kontakt können Krankheiten übertragen werden. Auch von Sichtkontakt ist abzuraten, da er mit erheblichem Stress verbunden sein und Unverträglichkeiten in bestehenden Gruppen auslösen kann.

Seuchenschutz: Viele offizielle und private Pflegestellen setzen einen bestehenden Impfschutz gegen Myxomatose, RHD 1 und RHD 2 voraus. Auch, wenn dies nicht der Fall ist, sollten Sie zum Schutz Ihrer Kaninchen noch einmal deren Impfpässe kontrollieren und fällige Impfungen rechtzeitig auffrischen lassen - d.h. spätestens 1-2 Wochen, bevor Sie sie abgeben, da das Immunsystem entsprechend viel Zeit benötigt, um auf die Impfungen zu reagieren.

Kontaktdaten: Teilen Sie der verantwortlichen Person unbedingt eine Nummer mit, unter welcher Sie während Ihrer Abwesenheit erreichbar sind, sowie die Nummer Ihres Tierarztes. Im Falle einer privaten Pflegestelle sollten Sie dort auch Adresse, Anfahrt und Telefonnummer der nächsten Kleintierklinik zu hinterlassen. Tierkliniken sind ganzjährig rund um die Uhr erreichbar, können also im Notfall auch nachts oder feiertags aufgesucht werden.

Futter und Medikamente: Schreiben Sie der Pflegeperson genau auf, welche Fütterung Ihre Tiere gewohnt sind, und informieren Sie sie gegebenenfalls über Vorererkrankungen. Falls eines der Kaninchen Medikamente benötigt, sollte auch dies sorgfältig schriftlich festgehalten werden (genauer Name und Wirkstoff des Medikamentes, Dosierung, Zeitpunkt und Dauer der Eingabe).

Beobachtung der Tiere: Einmal wöchentlich sollte jedes Kaninchen gewogen werden und mindestens einmal täglich sollte die Pflegeperson ihre Schützlinge gut beobachten: Wenn eines der Tiere plötzlich nicht mehr zum Fressen kommt, humpelt, apathisch wirkt, verkrampft in der Ecke sitzt, Atemprobleme (Maulatmung, In-den-Nacken-Biegen des Kopfes usw.) oder neurologische Ausfallerscheinungen (Gleichgewichtsprobleme, Kopfschiefhaltung usw.) zeigt, muss in jedem Fall ein sofortiger Tierarztbesuch erfolgen!

Ein guter Pflegevertrag beinhaltet genaue Angaben zu den zu betreuenden Tieren (Namen, Geburtsdatum, Geschlecht, Kastriert - ja / nein, Rasse, Farbe, Gewicht, Impfungen, evtl. Vorerkrankungen, Eigenarten, Besonderheiten, ...) und Daten des Besitzers (Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, ...) sowie des Haustierarztes und beinhaltet eine Klausel, mit der Sie sich zu einer Kostenübernahme für eventuell anfallende Tierarztkosten bereit erklären.