Pflegemaßnahmen und Gesundheitsprophylaxe



Reinigung von Gehege und Zubehör

Verschmutzte Kaninchenheime oder Einrichtungsgegenstände bieten Krankheitserregern einen hervorragenden Lebensraum. Daher sollten starke Verschmutzungen möglichst sofort beseitigt werden.

Gehegereinigung

Viele Kaninchen sind von Natur aus so reinlich, dass sie immer in dieselbe(n) Ecke(n) machen; dies gilt besonders für den Urinabsatz. In diesem Fall gestaltet sich die Reinigung relativ einfach. Anderenfalls verteilen sich Verunreinigungen zwar, sodass seltener gereinigt werden muss, allerdings muss dann ein umso aufwändiger “Großputz” erfolgen.

Die Generalreinigung eines Geheges ist spätestens dann fällig, wenn es insgesamt eindeutig verschmutzt aussieht, unangenehm zu riechen beginnt oder (im Sommer) die Fliegen angezogen werden. Auch muffige, staubige Streu bietet Anlass zu einer unverzüglichen Reinigung, da sie für die Atemwege der Tiere sehr belastend ist. Stellen “nur” im Gehege verteilte Kotkügelchen das Problem dar, können diese relativ einfach zusammengekehrt oder -gehakt, in Zimmergehegen aufgesaugt werden.

Verwenden Sie zur Entfernung schmutziger Streu eine stabile Metallschaufel. Dies ist besonders im Winter notwendig, um gefrorene Verschmutzungen zu beseitigen. Warten Sie nicht, bis das Wetter wärmer wird – die Kaninchen könnten die Streu mit ihrer Körperwärme zum Schmelzen bringen und sitzen dann nicht nur im Nassen, sondern in nassem Dreck.

Untergründe, die sich nicht vernünftig reinigen lassen, wie beispielsweise Strohmatten, müssen baldestmöglich ersetzt werden.

Zubehörreinigung

Toilettenschalen sollten täglich zumindest von nasser Streu befreit werden. Werden sie intensiv genutzt, sollte etwa einmal wöchentlich eine gründliche Reinigung mit heißem Wasser und möglichst geruchsarmen Reinigungsmitteln erfolgen. Sie können die Schalen auch im Wechsel einweichen lassen; dann lassen sich Verschmutzungen relativ einfach abschrubben. Spülen Sie die Schalen anschließend sorgfältig aus, da beißende Gerüche für die empfindliche Kaninchennase ein Gräul ist; je intensiver der Geruch des Reinigungsmittels, desto gründlicher muss die Spülung erfolgen.

Frischfutter- und Wassernäpfe sollten täglich mit heißem Wasser ausgewaschen und anschließend gründlich ausgewischt werden, um einer Ansiedlung von Bakterien vorzubeugen. Bei Heuraufen ist dies nur notwendig, wenn sie auch zur Gabe von Frischfutter genutzt werden.

Spielutensilien sind bei Verschmutzung ebenfalls zu reinigen oder, sofern dies nicht möglich ist, zu ersetzen. Plastikutensilien können zu diesem Zweck in Reinigungsmittel eingeseift, Holzgegenstände gründlich abgeschrubbt werden. Anschließend muss immer eine intensive Spülung mit sauberem Wasser erfolgen, um die der Kaninchennase unangenehmen Gerüche in Grenzen zu halten. Stoffspielzeuge wie z.B. Handtücher sollten mit mindestens 60°C gewaschen werden, ehe die Tiere sie wieder nutzen dürfen.