Der richtige Umgang

Sicheres Hochheben und Tragen

Geborgenheit durch Gesellschaft

Als Fluchttiere reagieren die meisten Kaninchen sehr gestresst darauf, hochgenommen zu werden.

Daher sollten sie nicht zum Spaß festgehalten oder herumgetragen werden, sondern nur, wenn es notwendig ist. Ausführliche Informationen dazu, wann man ein Kaninchen hochnehmen muss und wie man ihm die Angst davor abgewöhnt, finden Sie hier:

Um ein Kaninchen hochzuheben, umgreifen Sie mit einer Hand den Brustkorb, sodass beide Vorderbeinchen zwischen Ihren Fingern zu liegen kommen, und stützen mit der anderen das Hinterteil. Stabilisieren Sie dabei stets schnellstmöglich den Rücken des Tieres, indem Sie es gegen Ihren Brustkorb lehnen.

Kaninchen besitzen ein sehr empfindliches Rückgrad, welches durch heftige Abwehrbewegungen brechen kann – und eine Euthanasie des Tieres erfordert.

Strampelnde Kaninchen müssen daher umgehend entweder abgesetzt oder sofort mit sanftem Druck gegen den Körper fixiert werden - je nachdem, was in dem Moment schneller möglich ist..

Beim Tragen achten Sie unbedingt darauf, das Kaninchen bei eventuellen Sprungversuchen sofort stabilisieren zu können. Zu diesem Zweck lassen Sie ununterbrochen eine Hand auf seinem Rücken ruhen; denn auch ein noch so zutrauliches Tier kann sich aus nicht vorhersehbaren Gründen einmal so heftig erschrecken, dass es instinktiv blitzschnell zur Flucht übergeht.

Gehen Sie kein Risiko ein – das empfindliche Skelett eines Kaninchens ist sehr anfällig gegenüber Frakturen, die, von den massiven Schmerzen ganz abgesehen, aufwändige, teure Operationen und einen wochenlangen Erholungszeitraum nach sich ziehen - oder schlimmstenfalls sogar zu irreparablen Lähmungen führen und eine Euthanasie erfordern.

Heben Sie ein Kaninchen niemals an den empfindlichen Ohren hoch! Diese Prozedur ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch ernsthafte Verletzungen nach sich ziehen.

Ebenso darf Kaninchen zum Anheben nie mit beiden Händen mittig unter dem Bauch gegriffen und zu beiden Seiten herabhängend hochgehoben werden; dabei bleibt ihm regelrecht “die Luft weg”, von eventuellen Quetschungen der inneren Organe ganz zu schweigen.

Der lange Zeit empfohlene Nackengriff ist ebenfalls abzulehnen. Nicht nur erinnert er besonders stark an einen Beutegreifer, der das Kaninchen von oben packt, sondern dem Kaninchen können ungemerkt auch schmerzhafte Quetschungen und Blutergüsse zugefügt werden.