Fütterungsprobleme erkennen und beheben



Futterumstellungen

Geborgenheit durch Gesellschaft

Wichtig ist, dass Kaninchen, die zuvor niemals oder über einen längeren Zeitraum hinweg kein Grünfutter gefressen haben, allmählich daran gewöhnt werden; eine plötzliche Umstellung kann zu Durchfall oder gar lebensbedrohlichen Tympanien (=Aufgasungen) führen. Reichen Sie den Tieren über einen Zeitraum von mehreren Wochen hinweg von Tag zu Tag etwas größere Mengen, wobei Sie mit wenigen Blättchen oder Hälmchen beginnen. Dies ist besonders im Frühjahr wichtig, da die jungen Pflanzen viel nährstoffreicher sind und somit blähender wirken als Grün aus dem Spätsommer oder Herbst.

Eine Möglichkeit, die Kaninchen besonders sanft und insgesamt schneller an Grünfutter zu gewöhnen, besteht darin, die tägliche Ration in mehrere Portionen aufzuteilen und über den Tag verteilt zu reichen, sodass nur wenig auf einmal gefressen werden kann und zwischen den Mahlzeiten reichlich Heu aufgenommen wird. Etwas mühseliger und somit weniger hastig erfolgt die Aufnahme auch, wenn man das Grünfutter mit einer großzügigen Portion Heu vermischt oder ganz einfach überall im Gehege verteilt.

Im Winter stellt eine reichliche Gemüsefütterung einen guten Grünfutterersatz dar. Sie bietet außerdem den Vorteil, dass die Kaninchen im Frühjahr nicht gänzlich neu an Grünfutter gewöhnt werden müssen – mit dem im Frühjahr allmählich steigenden Angebot an Wildpflanzen wird das Gemüse einfach nach und nach durchs frische Grün ersetzt. Ebenso behutsam sollte im Herbst der Ersatz des Grünfutters durch Gemüse erfolgen.