Richtig füttern

Geeignete Leckerbissen

Geborgenheit durch Gesellschaft

Artgerecht ernährte Kaninchen freuen sich über jedes frisch aus der Tüte geholte Grün und lassen sich bereits mit dem Lieblingsgemüse verwöhnen. Wer hin und wieder auf besondere Leckerbissen zurückgreifen möchte, wählt am besten frisches Obst.

Der Spitzenreiter: Obst- und Gemüsestückchen

Von allen Obstsorten ist der Apfel der gesündeste – er darf sogar regelmäßiger Futterbestandteil sein.

In kleineren Mengen können nahezu alle Obstsorten verfüttert werden, die auch dem Menschen schmecken: Eine Weintraube, ein Stückchen Birne, Pfirsich, Nektarine, Honigmelone oder Kiwi sind bei den meisten Kaninchen äußerst gerngesehen, weniger beliebt sind Beeren. Von der Wassermelone darf es auch mal eine ganze Scheibe sein. Banane wird von einem Großteil unserer Langohren gern angenommen, ist jedoch aufgrund des hohen Stärkegehaltes mit Vorsicht zu genießen (Gefahr der Tympanie).

Kleine Stückchen Karotte oder Knollengemüse sind ebenfalls heißbegehrt - gerade im Sommer, wenn sie sonst selten auf dem Speiseplan stehen.

Ab und zu erlaubt: Trockenobst

Getrocknetes Obst hat sich aufgrund seiner Haltbarkeit und guten Akzeptanz zu einem äußerst beliebten Fütterungsbestandteil der als Heimtiere gehaltenen Kaninchen entwickelt, sollte jedoch auch als Leckerbissen die Ausnahme bleiben: Durch den Trocknungsvorgang verfügt es über eine ungleich höhere Fruchtzuckerkonzentration als frisches Obst, was bei Mensch und Tier weder Zähnen noch Figur gut tut. Parallel dazu geht der Vorteil des hohen Flüssigkeitsgehaltes von Frischfutter durch die Trocknung verloren.

Ab und zu erlaubt: Samen und Getreideflocken

Samen und Getreideflocken sind in erster Linie Päppelfutter und dürfen damit zwar hin und wieder als Leckerbissen gereicht werden, gesünder und “figurschonender” ist jedoch in jedem Fall Frischobst.

Das nicht!

Sämtliche handelsübliche “Leckerlis” mit unnatürlichen Inhaltsstoffen sind bereits in aus Menschensicht betrachtet kleinen Mengen äußerst ungesund und sollten daher nie Anwendung finden. Dies gilt auch für handelsübliche “Alleinfuttermittel”, die - im Gegensatz z.B. zu Trockenobst oder Samen - in Verbindung mit Flüssigkeit stark quellen und damit die Gefahr der Magenüberladung bergen.

INFO: Magenüberladung