Hintergrundwissen

Richtig füttern durch Orientierung am Wildkaninchen

Geborgenheit durch Gesellschaft

"Survival of the fittest" – in der Natur überleben und vermehren sich in erster Linie die Lebewesen, die sich am besten an ihre Umgebung angepasst haben. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass auch ihre Nachkommen, unsere Haustiere, in aller Regel am gesündesten und längsten leben, wenn wir sie so naturnah wie möglich halten. Dies gilt auch inbezug auf die Fütterung. Was in der Theorie einfach klingt, ist praktisch nur zum Teil umzusetzen – es ist jedoch schon eine Menge wert, Ernährungsfehler durch den konkreten Vergleich mit der Wildnis zu erkennen und somit gezielt zu vermeiden.

In der freien Natur ernähren sich Tiere instinktiv richtig. Dies liegt daran, dass jedes Tier mit einer “fehlerhaften Einstellung” in seinem Leben benachteiligt wäre und seine Gene mit der Zeit aussterben würden.

Anders sieht es aus, wenn der Mensch in das Geschehen eingreift und die ihrem Lebensraum optimal angepassten Tiere nun mit Dingen konfrontiert, die sie nicht "kennen" - die ihre Vorfahren nie kennen mussten, um zu überleben und sich fortzupflanzen.

Genau darin liegt die Tragik in der Fütterung unserer Haus- und Heimtiere: Viele Besitzer gehen davon aus, ihr Tier müsste “selbst wissen, was ihm gut tut.” Aus der guten Akzeptanz eines Futters wird geschlussfolgert, dass es sich um ein für das Tier geeignetes Futter handeln muss.

Der Umgang mit unnatürlichen Futtermitteln gehört jedoch nicht zu dem “instinktiven Grundwissen” eines Tieres. Deshalb liegt es immer in der Verantwortung des Besitzers, dafür zu sorgen, dass sein Tier sich gesund ernährt.