Außen- und Innenhaltung realisieren

Innenhaltung

Geborgenheit durch Gesellschaft

Bild von Alexandra Harmann

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Siehe auch:

Haltungsformen: Vor- und Nachteile

Checkliste Einrichtung

Kaninchen in Innenhaltung benötigen:

Untergrund

Der Untergrund in Innenhaltung sollte wohl durchdacht sein. So bringen Teppich und Parkettböden mitunter große Probleme mit sich, und auch Fliesen sind nicht ganz unproblematisch. Am einfachsten und sichersten fahren Sie mit PVC, auf dem zusätzlich billige, waschbare Teppiche oder Decken ausgebreitet werden können.

Teppich

Vorteile:

Nachteile:

Sie bieten Halt beim Hoppeln, Schutz vor Bodenkälte und sind angenehm weich. Allerdings werden sie von vielen Kaninchen leidenschaftlich gern mit Krallen und Zähnen "bearbeitet". Langfaserige Teppiche werden mitunter angefressen und können zu lebensbedrohlichen Verdauungsstörungen führen. Ein weiteres Problem ist, dass viele Kaninchen weiche Untergründe gerne als Toilette benutzen. Mitunter werden die Tiere also nicht stubenrein - was nicht nur unhygienisch, sondern im Falle von Teppichen auch mit einer aufwendigen Reinigung verbunden ist.

Wenn Sie freie Wohnungshaltung planen und überall Teppichboden besitzen, sollten Sie unbedingt Kaninchen bei sich aufnehmen, von denen sicher bekannt ist, dass sie Teppichboden "in Ruhe" lassen. Nur Vorbesitzer / Pflegestellen, bei denen die Kaninchen bereits in freier Wohnungshaltung oder in einem mit Teppichen ausgelegten Zimmergehege leben, können Ihnen darüber eine sichere Auskunft geben.

Sollen die Kaninchen bei Ihnen in einem Zimmergehege leben oder ist ein eigenes Zimmer für sie geplant, ist Ihre Wahl weniger eingeschränkt, da Sie den Teppich auf diesem recht begrenzten Areal einfach mit einer Lage PVC abdecken können.

Parkett

Vorteile:

Nachteile:

Parkett wird von stubenreinen Kaninchen nicht beschädigt und lässt sich leicht von kleineren Verschmutzungen befreien. Problematisch können hingegen Urinpfützen sein, die nicht sofort entdeckt werden, da diese mit der Zeit in den Boden einziehen.

Für (noch) nicht stubenreine Tiere ist Parkettboden daher nicht geeignet. Er sollte zumindest in der Anfangsphase mit einer Schicht PVC abgedeckt werden. Sollen die Kaninchen ein eigenes Zimmer bekommen oder sich frei in der kompletten Wohnung bewegen, empfiehlt es sich - sofern man den Parkettboden beibehalten möchte - , sie während der Eingewöhnungsphase (in der oftmals noch markiert wird) zunächst in einem Zimmergehege unterzubringen, unter welches schnell und einfach eine Schicht PVC gelegt werden kann. Zudem sollten Sie im Falle freier Wohnungshaltung unbedingt Kaninchen bei sich aufnehmen, von denen bekannt ist, dass sie dafür eignen (die also bereits in der Form gehalten wurden) - d.h. dass sie reinlich sind und sich nicht "zerstörerisch" gegenüber der Einrichtung verhalten.

Generell ist Parkett nur sehr bedingt empfehlenswert, da er den Kaninchen keinen guten Halt beim Hoppeln bietet. Zwar lernen die Tiere mit der Zeit, sich auf dem glatten Boden fortzubewegen. Auf Toben und Hakenschlagen wird jedoch in der Regel verzichtet, wenn der sichere Halt unter den Pfoten fehlt, und auch das Aufstehen, Strecken, ja oft sogar das Putzen ist für ein Kaninchen nicht angenehm, wenn es dabei permanent mit den Füßen wegrutscht.

Um derartige Einschränkungen natürlicher Verhaltensweisen zu vermeiden, sollten zumindest einige Quadratmeter des Parketts mit waschbaren Teppichen oder Decken ausgelegt werden. Diese bieten außerdem den Vorteil, dass die Kaninchen sehr bequem darauf sitzen und vor Bodenkälte geschützt sind.

Problematisch wird es, wenn die Tiere den angenehm weichen Teppich als Toilette betrachten. Dies ist bei vielen Kaninchen der Fall und lässt sich den Tieren auch kaum abgewöhnen.

Wer auf den damit verbundenen penetranten Geruch und ständiges Waschen verzichten möchte, steigt langfristig besser auf (möglichst stark angerauten) PVC um. Wird nicht der ganze Raum ausgelegt, sondern nur ein Teil davon, muss gut beobachtet werden, ob die Kaninchen an den Kanten nagen. In diesem Fall müssen sie abgedeckt werden.

PVC

Vorteile:

Nachteile:

PVC-Böden sind leicht zu reinigen und werden, sofern die Kanten sicher verlegt werden, nicht beschädigt. Sie eignen sich daher hervorragend, um Teppiche und Parkettböden so abzudecken, um sie z.B. gegen eindringenden Urin zu schützen. Dies ist von Bedeutung, wenn Sie...

Entscheiden Sie sich hingegen für Kaninchen, die bereits zusammen leben und von denen bekannt ist, dass sie stubenrein sind (falls Sie Teppichboden besitzen, sollte das explizit auch von diesem Untergrund bekannt sein), wird es höchstwahrscheinlich keine Probleme geben. Lediglich während der Eingewöhnungssphase wird häufig noch markiert. Es empfiehlt sich daher, die Kaninchen für die ersten Tage in einem mit PVC ausgelegten Zimmergehege unterzubringen.

Bodenkälte kann evtl. ein Problem darstellen. Großzügige Toilettenschalen (z.B. Käfig-Unterschalen), viele erhöhte Ebenen oder waschbare Teppiche, mit denen Sie Teile des PVCs bedecken, sind in diesem Fall hilfreich. Im Falle von Teppichen kommt es allerdings leider häufig vor, dass die Kaninchen sie als Toilette missverstehen. Besorgen Sie daher vorzugsweise erst einmal nur einen Teppich und warten Sie ab, wie die Tiere damit umgehen.

Rutschfestigkeit: Bei der Auswahl des PVCs achten Sie darauf, eine möglichst raue, rutschfeste Variante zu wählen. Anderenfalls sind die Kaninchen in ihrem Verhalten massiv eingeschränkt (zum Rennen, Springen, Aufstehen, Strecken und oft sogar Putzen benötigen sie sicheren Halt unter den Pfoten).

Sollten Sie bereits einen PVC-Boden besitzen, der sehr glatt ist, sollten Sie ihn den Tieren zuliebe durch einen besser geeigneten ersetzen oder mit einem solchen abdecken.

Achtung: Extremer Billig-PVC ist nicht nur zu glatt, sondern auch dünn wie Papier, schlägt beim Verlegen Wellen und bietet damit wiederum eine Angriffsfläche für die Zähne. So verlockend der Preis hier auch sein mag, die Freude währt nicht lange.

In Baumärkten finden Sie PVC in den unterschiedlichsten Farben, Musterungen und Dicken und bekommen ihn i.d.R. vor Ort grob zugeschnitten. Oft gibt es auch "Reste-Ecken", in denen übrig gebliebene PVC-Stücke zu stark reduzierten Preisen verkauft werden.

Falls Sie nicht nur ein Zimmergehege, sondern ein ganzes Zimmer mit PVC auslegen möchten, unterschätzen Sie bitte nicht den Aufwand, den das exakte Anpassen, Zurechtschneiden und Auslegen eines Bodens bedeutet.

Fliesen

Vorteile:

Nachteile:

Fliesen sind nahezu unzerstörbar und problemlos zu reinigen. Allerdings bieten sie kaum Halt beim Hoppeln und sind zudem relativ kalt. Es empfiehlt sich daher, einen Fliesenboden zumindest teilweise mit waschbaren kurzfaserigen Teppichen oder Decken auszulegen. Nutzen die Kaninchen den weichen Boden allerdings als Toilette, ist eine Schicht PVC besser geeignet.

Gehegebegrenzung

Im Falle eines Zimmergeheges ist darauf zu achten, es absolut ausbruchssicher zu konstruieren - anderenfalls sind nicht nur die Kaninchen gefährdet, sondern eventuell auch die Wohnungseinrichtung.

Mögliche Formen der Gehegebegrenzung sind:

Material

Handelsübliche "Freigehege": Im Zoofachhandel sind spezielle Gitterelemente erhältlich, die für die Konstruktion von Zimmergehegen verwendet werden können. Zwar können aus einem einzigen Set in aller Regel nur (zu) kleine Gehege gebaut werden, doch lassen sich mehrere Sets problemlos miteinander kombinieren. Alternativ können Sie auch Ihre Zimmerwände als Gehegebegrenzung mit integrieren.

Achtung: Achten Sie unbedingt auf eine gewisse Mindesthöhe (70-100cm!) Viele handelsübliche Gitter sind zu niedrig, um ein Überspringen durch die Tiere sicher zu vermeiden (es sei denn, die Pflegestelle / der Vorbesitzer verwendet bei den entsprechenden Kaninchen bereits niedrigere Gitter und hat damit keinerlei Probleme).

Auch die häufig beiliegenden Gehege-Abdeckungen aus Metall oder in Form eines Netzes können verwendet werden, um ein Überspringen zu verhindern; da Kaninchen allerdings gerne auf Einrichtungsgegenstände springen, um ihre Umgebung überblicken zu können, ist es für die Tiere schöner, wenn das Gehege noch oben hin nicht begrenzt wird.

Plexi- / Bastlerglas: Neben Gitterumrahmungen eignen sich auch solche aus Plexi- oder Bastlerglas: Sie ermöglichen einen guten Sichtkontakt, können nicht von den Tieren verbogen oder zerstört werden, verhindern, dass Streu und Futter aus dem Gehege gescharrt werden, lassen sich leicht reinigen und sind nicht zuletzt sehr dekorativ.

Drahtbespannte Holzrahmen: Beachten Sie, dass dünner Gitterdraht von den Tieren verbogen werden kann, um sich darunter hindurchzwängen. Spannen Sie ihn daher unbedingt auf Holzrahmen, die eng und stabil mit dem Boden abschließen. Achtung: Draht mit engen viereckigen Maschen ist besser geeignet als der 6-eckige sogenannte "Kaninchendraht", da dieser leicht zernagt werden kann.

Lücken in der Außenumrahmung sind ebenfalls beliebte Ausbruchspunkte - wo ein Kaninchenkopf durchpasst, schafft es auch das ganze Tier.

Holzbretter: Natürlich kann ein Gehege auch aus einfachen Holzbrettern gebaut werden. Der Nachteil ist hier, dass die Tiere nicht hindurchsehen können, was auf Dauer recht monoton werden kann.

Türen lassen sich vergleichsweise einfach in Zimmergehege integrieren - hier genügt bereits ein Zaunelement, das bei Bedarf aus- und wieder eingehängt werden kann, oder die Verbindung zweier Bretter / Gitterrahmen / Bastlerglas-Elemente mittels Scharnieren (im Baumarkt erhältlich, werden angeschraubt).

Beim Lüften achten Sie selbstverständlich unbedingt darauf, dass die Kaninchen auch durch Springen kein geöffnetes Fenster erreichen können.

Beispiele für Produkte, die sich zur Konstruktion eines Zimmergeheges eignen:

Bitte beachten Sie nochmals: Diese Gehege eignen sich nicht, um sie in der dargestellten Weise aufzubauen. Die damit zur Verfügung stehende Fläche ist als Lebensraum für Kaninchen viel zu klein. Zur Abgrenzung einer Raumecke oder durch die Kombination mehrerer Sets leisten sie hingegen gute Dienste.

Höhe

Obwohl es angeblich Hauskaninchen gibt, die über 1,50m hohe Absperrungen springen, sind 80cm hohe Umrahmungen in der Regel ausreichend - sofern Sie darauf achten, in der Nähe der Zäune keinerlei Gegenstände aufzustellen, die von den Tieren als "Sprungschanzen" benutzt werden könnten.

Sicherheitsvorkehrungen

Im Hause mögen Kaninchen vor räuberischen Wildtieren geschützt sein, doch dafür lauern hier anderweitige Gefahren, die die Tiere und oft auch viele Besitzer nicht ohne weiteres erkennen. Die folgende Auflistung soll Ihnen ein Gefühl dafür vermitteln, worauf zu achten ist.

Bedenken Sie bei allen notwendigen Sicherheitsvorkehrungen, dass Kaninchen leidenschaftliche Springer sind und mit Vorliebe erhöhte Ebenen aufsuchen (Tische, Betten, Sofas, Regale, Fensterbretter, ...). Dadurch kann auch vermeintlich sicher verstautes Inventar mitunter problemlos erreicht werden.

Ausbrechen

siehe oben - "Gehegebegrenzung"

Türen

Solange die Kaninchen Zugang zu mehreren Zimmern haben, können sie von plötzlich zufallenden Türen eingequetscht werden und schwere innere Verletzungen davontragen. Türstopper oder vorgestellte Gegenstände bieten einen guten Schutz.

Auch beim zügigen Öffnen einer Tür kann ein dahinter befindliches Tier verletzt werden. Darauf muss nicht nur die ganze Familie, sondern auch Besuch hingewiesen werden! Kleine "Warnschilder" an entsprechenden Türen leisten hier gute Dienste. Sicherer ist es jedoch, die Türen grundsätzlich offen zu lassen und ein Heraushoppeln der Kaninchen bei Bedarf mit einem Kinder- oder Welpenschutzgitter zu verhindern. Diese gibt es zum Einklemmen oder zum Festschrauben, zum Übersteigen oder mit Klapptür.

Stromkabel und Steckdosen

Sie sind ein regelmäßiges Todesurteil von Haustieren: Kaninchen besitzen einen natürlichen Nagetrieb, der von Tier zu Tier allerdings stark variiert. Einige Kaninchen geben sich problemlos mit Zweigen und Gehölzen zufrieden, die ihnen am Futterplatz zur Verfügung gestellt werden; andere benagen alles, was sich finden lässt. Im Falle freier Wohnungshaltung sollten Sie daher unbedingt Kaninchen bei sich aufnehmen, die bereits in ihrem vorherigen Hause auf diese Weise gehalten wurden und von denen bekannt ist, dass sie sich dafür eignen.

Da Stromkabel entfernt an Wurzeln erinnern, üben sie auf Kaninchen eine besondere Anziehungskraft aus. Auch, wenn Sie sich für Kaninchen entscheiden, die bekanntermaßen wenig "nagefreudig" sind, sollten Sie hier wegen der tödlichen Gefahr auf Nummer sicher gehen und sämtliche Stromkabel, die nicht in unerreichbare Nähe (z.B. hinter Teppichleisten oder Möbel) verlegt werden können, mit Kabelschächten aus dem Baumarkt schützen. Achtung: Plastikschutz zum Umwickeln von Kabeln hat sich nicht bewährt. Die Kaninchen knabbern ihn problemlos mit samt des Kabels durch.

Alternativ lassen sich Kabel auch hinter senkrecht angebrachten Brettern oder Plexiglasscheiben, die gleichzeitig dem Tapetenschutz dienen, verstecken. Die oftmals tief angebrachten Steckdosen müssen dann aber unbedingt ebenfalls sicher abgeschirmt werden. Auch unbenutzte Steckdosen stellen eine potentielle Gefahrenquelle dar und sollten mit einem Kinderschutz ausgestattet werden.

In Räumen mit ungeschützten Kabeln sollten die Kaninchen keinesfalls unbeaufsichtigt gelassen werden - zumindest nicht, solange die Kabel unter Strom stehen.

Zimmerpflanzen

Gerade bei exotischen Zimmerpflanzen kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Kaninchen giftige Exemplare instinktiv meiden. Gehen Sie daher auf Nummer sicher und bringen Sie alle Pflanzen außer Reichweite oder schützen Sie die Töpfe mittels Draht - selbstverständlich auch verträgliche Exemplare, um sie vor Zerstörung zu schützen.

Abgesehen davon, dass Pflanzen benagt werden könnten, lieben es gerade Wohnungskaninchen, die nur eingeschränkte Grabemöglichkeiten besitzen, in Blumentöpfen zu scharren. Daher sollten nicht nur die Pflanzen selbst, sondern die kompletten Töpfe abgesichert werden.

Möbel

Um Ihre Möbel vor den Nagezähnen der Kaninchen zu schützen, können senkrecht angebrachte Bretter oder Plexi-/Bastlerglas aus dem Baumarkt helfen - und zwar bishin zu einer Höhe, in der auch ein Männchen machendes Kaninchen nicht mehr darüber hinausragt. Ebenfalls effektiv, aber wenig dekorativ sind mehrschichtige Drahtbahnen.

Da dies im Falle freier Wohnungshaltung recht unpraktisch ist, sollten Sie hierfür nur Kaninchen bei sich aufnehmen, die bereits in dieser Form gehalten wurden und von denen bekannt ist, dass sie kein ausgesprochenes Interesse am Benagen von Einrichtungsgegenständen haben.

Tapeten

Einige Kaninchen scheinen große Freude daran zu finden, Tapeten von Wänden zu reißen. Kann Ihnen der Vorbesitzer / die Pflegestelle Ihrer Langohren darüber keine Auskunft geben, sollten Sie die Tiere die ersten Tage gut beobachten. Schützen lassen sich Tapeten und Wandecken mit Hilfe von vorgestellten Möbeln oder der Anbringung von Brettern, Plexiglas oder Katzenkratzbrettern.

Gegenstände

Lassen Sie keinerlei Gegenstände im Kaninchenheim herumliegen, welche den Tieren bei Verzehr schaden könnten. Kleine Gummi- oder Plastikstückchen etwa könnten aus Neugier gefressen werden und einen lebensbedrohlichen Darmverschluss nach sich ziehen.

Chemikalien

Kontakt zu Chemikalien kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen - von Verätzungen über Verdauungsstörungen bis hin zur tödlichen Vergiftung. Unkraut- und Schädlingsvernichtungsmittel, Waschpulver, Spülmaschinenpads usw. müssen daher unbedingt sicher aufbewahrt werden - Plastik- oder gar Pappumhüllungen stellen keinen sicheren Schutz dar!

Gardinen

Haben Ihre Kaninchen Gefallen am Benagen von Gardinen, hilft meist nur, diesen Teil des Raumes unzugänglich zu machen.

Betten, Sofas

Manche Kaninchen haben große Freude daran, an Sofas und Decken zu "graben", sie zu benagen oder als Toilette zu zweckentfremden. Auch dieses Risiko lässt sich - sofern sich das Inventar sich nicht außerhalb der Sprunghöhe befindet - nur anhand von Absperrungen verhindern.

Ist dies in Ihrer Wohnung nicht gut umsetzbar, sollten Sie für die freie Wohnungshaltung nur Kaninchen bei sich aufnehmen, die bereits in dieser Form gehalten wurden und kein Interesse am "Zerstören" von Sofas und Betten besitzen.

Temperatur

Nicht klimatisierte Räume können für die Kaninchen während der heißen Jahreszeit zur tödlichen Falle werden. Richten Sie den Lebensraum für die Kaninchen daher von vornherein an einem auch während der Sommermonate geeigneten Ort ein.

Wohnungskaninchen bilden im Gegensatz zu ihren im Freien gehaltenen Artgenossen kein dichtes Winterfell aus. Daher dürfen sie im Winter keinesfalls plötzlicher Kälte ausgesetzt werden! Dies ist insbesondere bei längerem Lüften zu beachten. Anderenfalls drohen chronische Schnupfenerkrankungen oder Blasenentzündungen, die häufig erst zu spät erkannt werden und dann schwere Komplikationen (z.B. Nierenschädigungen) nach sich ziehen können.

Vermeiden Sie zu jeder Jahreszeit Durchzug - Kaninchen reagieren darauf schnell mit den o.g. Erkältungen. Aus diesem Grunde können auch Ventilatoren zum Problem werden.