Außenhaltung

Balkonhaltung

Geborgenheit durch Gesellschaft

Abschnitte auf dieser Seite:

Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie sichere und artgerechte Balkonhaltung für Kaninchen umetzen können.

Möchten Sie die unterschiedlichen Haltungsformen noch einmal vergleichen...

Siehe auch:

Haltungsformen im Vergleich

Kaninchen in Winteraußenhaltung benötigen in jedem Fall eine wetterfeste Schutzhütte. Die handelsüblichen Häuschen sind hierfür gänzlich ungeeignet, da sie meist keinen Boden und dafür zu große Schlupflöcher besitzen, darüber hinaus zu klein und nicht isoliert sind.

Informationen zu geeigneten Schutzhütten finden Sie hier.

Checkliste Einrichtung

Kaninchen in Balkonhaltung benötigen in erster Linie:

Ausführliche Informationen zur Einrichtung und Gestaltung finden Sie unter dem folgenden Link:

Gefahrenquellen beseitigen

Bitte beachten Sie, dass pro kleinem Kaninchen (<3kg) mindestens 2 qm und pro großem Kaninchen (>3kg) mind. 3 qm Fläche zur Verfügung stehen sollten. Auf diese Weise können Sie den Tieren einerseits ausreichend Platz bieten und andererseits eine "Überbevölkerung" des Balkons vermeiden.

Diese Zahlen sind allerdings nur grobe Richtwerte. Ich hielte es beispielsweise für sehr bedenklich, zwei Kaninchen dauerhaft auf einem 4-5-qm-Balkon unterzubringen, denn wirklich rennen und austoben könnten sich die Tiere hier kaum.

Abstürzen

Brüstungen unter 1m Höhe oder höhere Brüstungen, in deren Nähe sich erhöhte Ebenen (wie z.B. das Dach der Schutzbütte) befinden, sind unbedingt mit einem zusätzlichen Schutz zu sichern, um die Kaninchen an einem Überspringen zu hindern: Die Tiere können nicht ahnen, dass es hinter der Mauer “in die Tiefe” geht, und springen mitunter mit so viel Schwung los, dass sie es auch nicht mehr rechtzeitig erkennen.

Den sichersten Zweck erfüllten handelsübliche Katzennetze, die über den gesamten offenen Bereich gespannt werden können. Ist dies aufgrund der Balkongröße oder -form schwer umzusetzen und optisch nicht in Ihrem Sinne, können Sie auch eine Bahn handelsüblichen Gitterdrahtes an der Brüstung befestigen.

Lücken und Spalte in der Balkonbegrenzung sind schon so manchem Kaninchen zur tödlichen Falle geworden: Kaninchen sind nicht nur neugierig, sondern zwängen sich auch gern durch kleinste Schlupflöcher hindurch - und erkennen die Gefahr mitunter zu spät. Als Faustregel gilt: Wo der Kaninchenkopf durchpasst, schafft es auch das ganze Kaninchen!

Gehen Sie daher unbedingt auf Nummer sicher und bringen bei zweifelhaften Gitterabständen zusätzlich Kaninchendraht an, sonstige Lücken und Spalte lassen sich am besten mit schweren Gegenständen wie Pflanzsteinen verstellen, die den Sicherheitsaspekt mit dekorativen Zwecken sowie einer Beschäftigungsmöglichkeit für die Kaninchen vereinen.

Greifvögel

Überdachte Balkone, die nur in eine Himmelsrichtung geöffnet sind, bieten Greifvögeln in der Regel keine Angriffsfläche. Anderenfalls – gerade wenn keine vollständige Überdachung vorhanden ist – ist die Anbringung eines Katzennetzes dringend anzuraten.

Katzen, Marder und Füchse

Im Erdgeschoss, aber auch auf höher gelegenen Balkonen, in deren Nähe sich Ebenen befinden, die von Räubern als “Sprungschanzen” genutzt werden könnten (z.B. Garagendächer, Bäume, ...), ist ein stabiles Schutzgitter Pflicht.

Hierzu reicht handelsüblicher “Kaninchendraht” ebenso wenig aus wie ein Katzennetz – beides wird von hinaufkletternden Mardern mühelos zerbissen. Einen sicheren Schutz bietet nur punktgeschweißter, mindestens 1,2mm starker Draht mit viereckigen, maximal 16x16mm großen Maschen. Sogenannten "Volierendraht" mit den entsprechenden Eigenschaften finden Sie günstig z.B. hier:

Vergittern Sie die offene(n) Seite(n) immer vollständig, da Marder sich auch durch enorm enge Spalte zwängen können! Achten Sie auf eine stabile Verankerung, um einen springenden und sich festklammernden Fuchs daran zu hindern, das Gitter herauszureißen.

Lücken in Brüstung oder zwischen Wand und Boden sichern Sie – auch gegen ein Abstürzen von Seiten der Kaninchen! - am besten, indem sie sie mit schweren Gegenständen wie z.B. Pflanzsteinen verstellen.

Bei nicht überdachten, niedrig gelegenen Balkonen ist mitunter – ebenso wie bei Außengehegen – eine Holzkonstruktion notwendig, um eine sichere Vergitterung zu ermöglichen.