Gesellschaft durch Artgenossen

Wo liegt der Beweis?

Geborgenheit durch Gesellschaft

"Shugi" & "Cookie" - Bild von Diana Zelding

Skeptische Kaninchenhalter stellen häufig die Frage, woher man sich denn so sicher sein könne, dass ein einzeln gehaltenes Kaninchen leide; immerhin sei ihr Einzeltier doch putzmunter, gesund und vielleicht sogar bereits im hohen Alter.

Dass Einzelkaninchen nicht offensichtlich leiden, liegt an dem Instinkt fast aller Beutetiere, Unwohlsein bestmöglich zu verbergen. Letzteres ist auch der Grund dafür, weshalb Erkrankungen vom Laien oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt werden.

Als Fluchttier darf ein Kaninchen in der Wildnis keine Schwäche zeigen - anderenfalls würde es von Räubern sofort als leichte Beute erkannt und bevorzugt gejagt. Demzufolge stellen Interesse an der Umwelt, ein gesunder Appetit und Anhänglichkeit nie ein Indiz dafür dar, dass sich ein Kaninchen rundum wohl fühlt.

Es gibt in erster Linie fünf wesentliche Punkte, die einen deutlichen Hinweis darauf liefern, dass allein lebende Kaninchen einem massiven seelischen Leid ausgesetzt sind:

Aus diesen Beobachtungen und Überlegungen lässt sich schlussfolgern, dass einem Kaninchen grundsätzlich ein elementarer Wohlfühlfaktor fehlt, wenn es ohne Artgenossen leben muss - nicht anders als ein Mensch in Einzelhaft.